Amtliche Daten · Stichtag 01.01.2026

Bodenrichtwerte im Berliner Umland 2026: 49 Orte im Vergleich

Was ist Bauland in Ihrem Ort wert, und wie hat sich der Wert seit 2023 verändert? Diese Übersicht zeigt die amtlichen Bodenrichtwerte für 49 Städte und Gemeinden rund um Berlin, von Oranienburg bis Zossen. Jeder Ort führt zu einer eigenen Seite mit allen Zonen und den tatsächlichen Kaufpreisen.

Kurz gesagt: Den höchsten mittleren Bodenrichtwert für Wohnbauland im Berliner Umland hat zum 01.01.2026 Kleinmachnow mit 800 €/m², den niedrigsten unter den 49 Orten Nauen mit 120 €/m². Die teuerste einzelne Zone liegt in Potsdam (1.800 €/m², Potsdam, Brandenburger Straße). Gegenüber dem 01.01.2025 liegt die mittlere Zone in 3 Orten höher, in 6 Orten niedriger und in 40 Orten unverändert.

Stand: 10.10.2026 · Zusammengestellt von Malte Schätzel, KEY & CASTLE GmbH · Daten: BORIS Land Brandenburg

Alle Orte im Vergleich

Die Tabelle ist nach dem mittleren Bodenrichtwert (Median aller Zonen für Wohn- und Mischgebiete) sortiert. „Spanne“ nennt die niedrigste und die höchste Zone im Ort. Die Veränderung bezieht sich auf die mittlere Veränderung der Zonen, die es an beiden Stichtagen gab.

Bodenrichtwerte Wohnbauland zum 01.01.2026 in €/m²
OrtLandkreisZonenSpanneMittlere Zoneseit 2025seit 2023
KleinmachnowPotsdam-Mittelmark8450–1.250800±0 %±0 %
Potsdamkreisfreie Stadt8775–1.800600±0 %±0 %
StahnsdorfPotsdam-Mittelmark1280–700500±0 %−7,9 %
TeltowPotsdam-Mittelmark9280–700500±0 %−9,1 %
Glienicke/NordbahnOberhavel1470470+2,2 %−26,6 %
FalkenseeHavelland66180–1.100440−6,7 %−13 %
ZeuthenDahme-Spreewald14150–1.000415±0 %±0 %
HennigsdorfOberhavel6170–550410+7,9 %−6,5 %
ErknerOder-Spree1290–750360±0 %±0 %
PanketalBarnim8125–400360±0 %−16,7 %
EichwaldeDahme-Spreewald3150–1.000350±0 %±0 %
Hohen NeuendorfOberhavel13180–460350±0 %−23,3 %
Bernau bei BerlinBarnim45110–550340±0 %−5,3 %
AhrensfeldeBarnim19150–460340±0 %−14,9 %
Neuenhagen bei BerlinMärkisch-Oderland7150–390340±0 %−13,3 %
BirkenwerderOberhavel3160–340340±0 %−23,8 %
WoltersdorfOder-Spree14145–600320±0 %±0 %
Dallgow-DöberitzHavelland20120–500320−5,9 %−10,5 %
Königs WusterhausenDahme-Spreewald48100–700315±0 %−5,4 %
WildauDahme-Spreewald11100–500300±0 %−16,7 %
HoppegartenMärkisch-Oderland18150–450295±0 %−9,1 %
Rüdersdorf bei BerlinMärkisch-Oderland23115–900290±0 %±0 %
Blankenfelde-MahlowTeltow-Fläming2870–500285±0 %−15,4 %
MichendorfPotsdam-Mittelmark22130–370285±0 %±0 %
RangsdorfTeltow-Fläming1860–600280±0 %−6,7 %
StrausbergMärkisch-Oderland2942–500280±0 %−6,7 %
Fredersdorf-VogelsdorfMärkisch-Oderland11140–360280±0 %−7,7 %
BestenseeDahme-Spreewald1180–350280±0 %−20 %
WandlitzBarnim3649–650270±0 %±0 %
GroßbeerenTeltow-Fläming1670–410270±0 %−11,9 %
Mühlenbecker LandOberhavel1560–340270±0 %−26,1 %
Petershagen/EggersdorfMärkisch-Oderland9120–340270±0 %−17,2 %
SchulzendorfDahme-Spreewald7110–450260±0 %−21,7 %
Schöneiche bei BerlinOder-Spree2190–320255−4 %−9,5 %
LudwigsfeldeTeltow-Fläming3070–520245±0 %−10,5 %
WustermarkHavelland3755–800240±0 %−13,3 %
BrieselangHavelland1625–360230−6,2 %−23,5 %
OranienburgOberhavel5170–700220±0 %−16 %
Schönwalde-GlienHavelland317–440220−7,7 %−15,4 %
VeltenOberhavel3180–240220+20 %−4,3 %
LeegebruchOberhavel1220220−15,4 %−12 %
SchönefeldDahme-Spreewald3340–1.000210±0 %±0 %
NuthetalPotsdam-Mittelmark1260–490185±0 %±0 %
Werder (Havel)Potsdam-Mittelmark2730–600180±0 %±0 %
Gosen-Neu ZittauOder-Spree830–350178±0 %±0 %
MittenwaldeDahme-Spreewald1650–400170±0 %−7,7 %
ZossenTeltow-Fläming4550–400170±0 %−12,5 %
AltlandsbergMärkisch-Oderland2748–250140±0 %±0 %
NauenHavelland6716–400120±0 %−4,8 %

Quelle: Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg, amtlicher Dienst BORIS Land Brandenburg, Abruf 10.10.2026. © GeoBasis-DE/LGB, dl-de/by-2-0 (Daten geändert). Ausgewertet sind Zonen für baureifes Land in Wohn-, Misch- und Dorfgebieten; Median, Spanne und Veränderungen sind eigene Berechnungen. Verbindlich ist allein die Auskunft unter boris.brandenburg.de.

Was ein Bodenrichtwert aussagt

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert eines Quadratmeters Boden in einer festgelegten Zone. Die Gutachterausschüsse leiten ihn aus den Kaufverträgen ab, die Notare ihnen übersenden. Er gilt für ein unbebautes, typisches Grundstück der Zone, zum Beispiel 750 m² für ein Einfamilienhaus. In Brandenburg werden die Werte jedes Jahr zum 1. Januar neu festgesetzt.

Für Verkäufer ist der Bodenrichtwert aus drei Gründen wichtig. Er ist die Grundlage, wenn ein Baugrundstück bewertet wird. Er bestimmt bei älteren Häusern einen großen Teil des Preises, weil das Gebäude dort wenig zählt. Und Käufer sowie Banken prüfen damit, ob ein verlangter Preis plausibel ist.

Was der Bodenrichtwert nicht sagt

So lesen Sie die Tabelle

Viele Orte haben mehrere Zonen mit sehr unterschiedlichen Werten, etwa eine Kernstadt nahe der S-Bahn und dörfliche Ortsteile. Die „mittlere Zone“ ist der Median: Die Hälfte der Zonen im Ort liegt darüber, die Hälfte darunter. Sie sagt nichts darüber, wie viele Grundstücke in welcher Zone liegen. Auf der Seite des jeweiligen Orts finden Sie alle Zonen einzeln, dazu die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen aus dem Grundstücksmarktbericht des Landkreises.

Gegenüber dem 01.01.2023 liegt die mittlere Zone in 35 der 49 Orte niedriger. Die Spalte „seit 2023“ zeigt die Veränderung für jeden Ort. Für Berlin gelten eigene Bodenrichtwerte des Berliner Gutachterausschusses, sie sind auf den Seiten der Berliner Bezirke zusammengefasst.

Häufige Fragen zu Bodenrichtwerten

Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück?

Für Brandenburg im amtlichen Portal BORIS Land Brandenburg (boris.brandenburg.de), für Berlin im Portal BORIS Berlin. Dort geben Sie die Adresse ein und sehen die Zone mit Wert, Stichtag und den Merkmalen des Richtwertgrundstücks. Die Auskunft ist kostenlos.

Ist der Bodenrichtwert der Preis, den ich für mein Grundstück bekomme?

Nein. Er ist ein Durchschnitt für ein typisches Grundstück der Zone. Der Preis eines einzelnen Grundstücks weicht je nach Größe, Zuschnitt, Lage in der Zone und Bebaubarkeit ab, in beide Richtungen. Eine Bewertung berücksichtigt diese Merkmale.

Warum sind die Bodenrichtwerte seit 2023 gesunken?

Die Werte zum 01.01.2023 beruhten auf den Kaufpreisen des Jahres 2022, dem bisherigen Höchststand. Mit den gestiegenen Bauzinsen wurden 2023 und 2024 weniger Grundstücke und zu niedrigeren Preisen verkauft. Die Gutachterausschüsse haben die Richtwerte entsprechend angepasst. Wie stark, zeigt die Tabelle für jeden Ort.

Wie oft werden Bodenrichtwerte neu festgesetzt?

In Brandenburg und Berlin jedes Jahr zum Stichtag 1. Januar. Veröffentlicht werden die neuen Werte im Lauf des Frühjahrs.

Was kostet eine Bewertung meiner Immobilie?

Bei Nestwert nichts. Die Online-Bewertung dauert 60 Sekunden, das Ergebnis kommt per E-Mail. Auf Wunsch prüft KEY & CASTLE den Wert anschließend vor Ort, ebenfalls kostenlos und unverbindlich.

Was ist Ihr Grundstück oder Haus wert?

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnitt. Den Wert Ihrer Immobilie erfahren Sie in 60 Sekunden, kostenlos und unverbindlich.

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